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MeStuTa 2019

„Also ich studiere irgendwas mit Medien“. Ein Lebensmotto, das nicht nur wir Mannheimer haben, sondern mindestens noch 50 weitere Partypeople aus 16 verschiedenen Studentenstädten und 3 verschiedenen Ländern. Denn die MeStuTa (ausgeschrieben: Medienstudierendentagung) ist eine viertägige Veranstaltung, bei der sich alle Medienstudierende aus dem deutschsprachigen Raum auf einem Haufen treffen und sich über den jeweiligen Studiengang austauschen, Workshops besuchen, Vorträge anhören und natürlich das ein oder andere Gebräu mit Umdrehung genießen, wenn sie gemeinsam über die McLuhans oder die Luhmanns dieser Welt philosophieren. Einmal im Semester findet die Tagung statt, der Austragungsort wechselt von Mal zu Mal. Dieses Mal haben sich unsere Nachbarn aus Basel erbarmt – und natürlich durfte Mannheim nicht fehlen. Wir schnappten uns einen kleinen Achtsitzer und donnerten Donnerstagmittag über die A5 Richtung Schweiz, um den Rhein auch mal von einer anderen Perspektive betrachten zu können. Super freundlich wurden wir nach knapp drei Stunden Fahrt empfangen und zum Hostel gebracht. Die Atmosphäre war direkt ruhig, gelassen und unkompliziert –quasi wie unser Studium. In Basel studiert man Medienwissenschaften, also ohne Kommunikation, was man den einheimischen Studierenden allerdings kein bisschen anmerkte. Direkt wussten wir, was Sache ist, was an diesem Wochenende auf uns zukommen wird und dass der Song „079“ mittlerweile allen gehörig auf die Nerven geht! Wir wurden in das Basler Institut gelotst und dort nochmal offiziell von einem Dozenten begrüßt. Nach ein paar Klischeekennenlernspielen war der Abend bereits angebrochen und wir beschlossen, mit den ersten Bierchen die Party ins Rollen zu bringen. Auch ein leckeres Buffet wurde eröffnet, was vor allem Kathrin sofort in Ekstase versetzte. Danach konnten wir noch genüsslich etwas abdancen, denn die Uni veranstaltete eine interne Party, bei der der DJ sogar den ein oder anderen Musikwunsch in die Playlist packte. Der erste Abend war somit gelungen und wir freuten uns bereits auf Tag 2 der Reise.

Der zweite Tag fing damit an, dass wir wider Erwarten von den Fachschaftlern aus Basel geweckt wurden, und rasch standen alle 60 Leute ready to go im Eingang des Hostels. Nach einem genialen Frühstück ging es hinein in die produkitve Phase des Wochenendes: Workshops und Gastvorträge. Da die Tagung unter dem Motto „Digitalisierung“ stand, fanden viele Gastvorträge in der ungefähr gleichen Richtung statt. So gab es Diskussion über die Digitalisierungsmaßnahmen des SRF (Schweizer Radio und Fernsehen), einen Einblick in das Hasu der elektronischen Künste in Basel und einige Workshops zum Thema „Zukunft der MeStuTa“. Natürlich durfte aber auch ein wenig Sightseein nicht fehlen, und so wurden wir mehr oder weniger spontan von den Basler Leuten durch die schönsten Ecken der Stadt geführt. Auch eine kulinarische Reise in die Mensa der Uni wurde uns ermöglicht, und wir mussten abermals feststellen: Die Schweiz ist ARSCHTEUER!! (7,50 SF für ein Schnitzel mit Salat). Nachdem gegen Abend alle platt von den vielen Vorträgen waren, wurde sich im Hostel kurz frisch gemacht, bevor wir dann alle zusammen in eine Pizzeria gingen. Dort kursierte das Gerücht einer später stattfindenden Kneipentour, und der Verdacht sollte sich bestätigen: In Kleingruppen schlenderten wir durch Basel City und machten die Bars unsicher! Manche gingen danach noch weiter feiern, andere wollten ab in die Falle, andere chillten noch im Hostel. 

Eine Debatte, die sich über Tag 3 verteilt hinzog, war die Frage Nummer 1 für jeden Studierenden: Heißt es Flunky-Ball (englische Betonung) oder Flunki-Ball (normale und einzig richtige Betonung). Als sich Berlin zu dem Thema äußerte und den Namen „Bier-Ball“ in die Runde warf, war man sich dann wenigstens einig, dass diese Bezeichnung ziemlich daneben ist! Auch Tag 3 war gefüllt mit einem leckeren Frühstück, Vorträgen über Populismus, Virtual Reality und einigen Workshops über fachschaftsinterne Themen wir interne/externe Kommunikation und Merchandising. Zum Abendessen wurden wir dann ganz fein von den Baslern ausgeführt: In einer riesigen Markthalle, in der ganz viele Essensstände aus unterschiedlichsten Ländern und Regionen aufgestellt war, durften wir uns etwas heraussuchen(Haiti-Burger oder venezuelanischer Spezialitätenteller?). Als alle vollgefressen waren, splittete sich die Mannschaft: Die einen gingen tanzen, wo auch einer der Basler Fachschaftler Techno auflegte, die anderen gingen ins Hostel, um da die Sau rauszulassen.

Egal, wofür man sich entschied, es wurde ordentlich gefeiert, denn das Aufstehen am nächsten Morgen erwies sich wie die Tage zuvor auch als äußerst schwierig. Unsere Zimmernachbarn aus Würzburg stellten sich dagegen um Längen cleverer an, denn die machten einfach die Nacht durch –von der Tanzfläche direkt zum Frühstücksbuffet. Dort bedankten sich die Basler für das tolle Wochenende, wo sich alle anderen Fachschaften nur anschließen konnten: Ein hammer Wochenende ging vorbei, die Wege trennten sich und jeder trat seinen Heimweg an.

Alles in Allem: Viel Spaß, viele neue Leute, wenig Schlaf, wenig auszusetzen –weiter so!

— ein anonymer Fachschaftler — 03.12.2019

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